Geschichte

Was im Jahre 1984 aus der Initiative der Caritas Basel und der Industriepfarrämter Basel-Stadt und Basel Landschaft als Pilotprojekt entstand, wurde 1986 zu einer genossenschaftlich geführten Bäckerei geführt und schliesslich als Genossenschaft Mensch und Arbeit, ge.m.a., im Jahr 2001 neu gegründet.

Die Pfarrämter «Industrie und Wirtschaft» bilden eine gemeinsame Institution der reformierten und katholischen Kirchen Basel-Stadt und Basellandschaft. Ihr gemeinsames Arbeitslosenprojekt – damals «bachstube 84», heute die Genossenschaft Mensch und Arbeit, ge.m.a. – nahm als Bäckereibetrieb mit angegliedertem Verkaufsladen und Café seinen Anfang.

1993 konnte eine zweite Bäckerei/Konditorei, «ge.m.a. hammerbrot», mit Verkaufsladen und Produktionsstätte übernommen werden. 1995 wurde der Dienstleistungsbereich durch einen vegetarischen Mittagstisch, «ge.m.a. mezzogiorno», mit dem Auftrag, als reines Frauenprojekt zu funktionieren, erweitert.

Ab 1998 wurde «ge.m.a. mezzogiorno» als Betrieb eingestellt und neu unter «ge.m.a. peppone» als interner Produktionsbetrieb weitergeführt. 2002 erhielt die ge.m.a. die Bewilligung für die Führung eines öffentlichen Restaurationsbetriebes für das «ge.m.a. peppone» und wird seitdem, nebst dem Mittagstischangebot, als Restaurant geführt. 1996 folgte ein weiteres Mittagstischprojekt, das «ge.m.a. al dente».

Dies funktionierte als Restaurationsbetrieb mit integriertem Café und als sozialer Treffpunkt. 1997 übernahm die ge.m.a. Genossenschaft Mensch und Arbeit das Kindertagesheim «ge.m.a. kindernest» im Gundeli. Die Verwaltung wurde zum eigenständigen Bereich umfunktioniert und im «ge.m.a. hammerbrot» wurde ein Confiseriebetrieb integriert.

1998 wurde die «ge.m.a. mensa Bäumlihof» im Bäumlihofgymnasium eröffnet und ein betriebsinterner «Technischer Dienst» als neues Projekt lanciert.

In den aufgeführten Betrieben beschäftigte die ge.m.a. zwischen 60 und 70 Personen in befristeten Arbeitseinsätzen, gemäss den Bestimmungen des BWA Seco über aktive Arbeitsmarktmassnahmen sowie des BSV über berufliche Massnahmen.

2001 war nach einem rasanten Abstieg der Arbeitslosenzahlen und dem Scheitern eines weiteren Projekts im Klybeckhof, «ge.m.a. papotte», die unmittelbare Redimensionierung des Arbeitsplatzangebotes der ge.m.a. die Folge. Da sich die Zuweisungen um ein Drittel der Plätze reduzierten, mussten verschiedene Betriebe wie die «ge.m.a. mensa Bäumlihof», das «ge.m.a. al Dente», der Confiseriebetrieb im «ge.m.a. hammerbrot» und der Technische Dienst geschlossen werden.

Im 2009 wurde der Verkaufsbetrieb mit integriertem Café «ge.m.a. bachegge» am Erasmusplatz eröffnet.

Seit 2012 bietet die ge.m.a. folgende Betriebe an: Bürohaus (administratives Dienstleistungszentrum); Verwaltung der eigenen Betriebe und Coaching; Tagesheim Kindernest; Chauffeurwesen und Reinigung; Bachstube, Bachegge und Bachspitz (Verkauf, Produktion); Catering-Service Peppone.

Es werden aktuell rund 60 Arbeitsplätze für Berufsabklärungen, Arbeitstrainings, Voll- und Attestausbildungen und Anlehren sowie Praktikumsplätze angeboten.